VERWOBEN

Eine neue Überbauung ist von weit her zu sehen und soll sich trotz ihrer Grösse in die Landschaft integrieren.
So die Anforderung ans Farb- und Materialkonzept.Daher wird die Landschaft eingehend auf ihre Farben und deren Verteilung untersucht. Steine, Hölzer und Hänge voller Grün, Scheunen und Kirchen, Industriebauten und Einkaufszentrum, Schattenhänge und Seen aus Licht, Verkehrsströme. Eine Weide zwischen den Strassendörfern wir überbaut und sorgt für mehr Wohnraum.

Parco Verde besteht aus acht Mehrfamilienhäusern, die in ihrem Innern einen Park beherbergen. Mit der Wahl von gesättigten, sandigen und gebrochenen Farbtönen wird erreicht, dass die Bauten sich optisch in die Landschaft zurückziehen.Der Entscheid, die 8 Häuser farblich in drei Gruppen zu gliedern sorgt für mehr Integration in die gewachsene Bebauungsstruktur.
Rot, Rostrot sowie ein Moosgrün bilden die drei Grundfarben der Häuser. Das Sockelgeschoss wird hell abgesetzt und wiederholt sich an allen Fassaden. Der helle Kratzputz wirkt haptisch, offen und natürlich und nimmt dadurch Bezug zur Aussenraumgestaltung auf.
Die einzelne Fassade weist verschiedene Putzstrukturen auf, welche den jeweiligen Farbton durch Schatten etwas modulieren. Die ruhige Grundfarbigkeit erhält Lebendigkeit durch den Einsatz von verschiedenen Farben bei Fenstern und Brüstungen, sodass nicht alle Häuser gleich erscheinen.

Im Innern der Überbauung soll eine Insel der Entschleunigung entstehen, ein Raum der Halt gibt und mit der naturnahen Umgebungsgestaltung im Dialog steht. Die gedeckten Fassadenfarben bilden mit den Blüten und Blättern des Parks eine atmosphärische Dichte. Das Wegenetz wird in eine Hierarchie gegliedert - nähert man sich dem Hauseingang nimmt der Weg einen gelblichen Farbton an und verbindet sich mit den Fassadenfarben.

Ziel ist es, für die Bewohner:innen und Kinder einen atmosphärischen Raum zu erzeugen, ein Innenraum im Aussenraum, der anregt und zum Aufenthalt einlädt.

Parco Verde Wohnüberbauung Schübelbach_ 2022 Zusammenarbeit mit Kathrin Guntern, farbfeld, Zürich Bauherrschaft: Imfeld Schreinerei AG, Lachen Generalunternehmen: Generalunternehmung AG Mächler, Lachen Architektur: Hegner Architektur GmbH, Buttikon